»Mietenstopp jetzt!« Demo am 2.6.2012


Wohnraum darf keine Ware sein!

Wohnungssuche in Potsdam ist schrecklich. Wer gerade eine Wohnung sucht und nicht zu den wirklich Gutverdienenden gehört, kann sich gleich mal nach einem zweiten Job umsehen. Sowohl die städtische Pro Potsdam/Gewoba als auch die privaten Vermieter_innen erhöhen seit Jahren die Mieten und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar. Gleichzeitig stagnieren oder sinken die Reallöhne.
Wer das Glück hat, in einer einigermaßen bezahlbaren Wohnung zu leben, muss täglich damit rechnen, dass entweder der Verkauf des Hauses und/oder Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen drohen, worauf in der Regel wieder Mietsteigerungen folgen. Wer sich dem widersetzt, muss damit rechnen, dass die Vermieter_innen alle legalen und illegalen Hebel in Bewegung setzen, um das »Verwertungshindernis« Alt-Mieter_in aus der Wohnung zu bekommen.
Es gibt zu wenige Wohnungen in Potsdam und man muss froh sein, wenn man eine hat. Aus Angst, die Wohnung zu verlieren, trauen sich viele Menschen nicht, sich gegen Mieterhöhungen, schimmelnde Wohnungen und den Terror der Vermieter_innen zu wehren.
Immer mehr Menschen verlassen deshalb aus ökonomischen Gründen die Stadt und ziehen dorthin, wo es – im Moment noch – billiger ist. Doch die Flucht vor den hohen Mieten hat oft nur kurzzeitig Erfolg. Überall im Großraum Berlin steigen die Mieten. Und weil kaum noch sozialer Wohnungsbau stattfindet, mangelt es in allen Ballungsgebieten an bezahlbaren Wohnraum.

Deshalb: »Mietenstopp jetzt!«
Demonstration 02.06.2012
Treffpunkt Ost: 13 Uhr S-Bhf. Babelsberg
Treffpunkt West: 13 Uhr Kastanienallee/Geschwister-Scholl-Straße
Zusammenschluß: 14:30 Uhr Alter Markt
Abschluss: 15:30 Uhr Bassinplatz

Wir ziehen in zwei Demonstrationszügen von Potsdam-West über die Innenstadt bzw. von Babelsberg über Zentrum-Ost zum Alten Markt. Von dort geht es gemeinsam zur Abschlusskundgebung auf dem Bassinplatz.